Takeshi's Cashew
Planet Odyssey 64 Release Show
Wie die loopbasierten Klangwelten der ersten Konsolen oder höfische Tanzmusiken arbeiten Takeshi's Cashew auf Planet Odyssey 64 ebenfalls mit zyklischen Figuren. Nicht nur 8-Bit-Games erzeugten ihre Atmosphären mit reduzierten Mitteln – auch die Wiener Instrumentalisten haben ihre Werkzeugkiste im Vergleich zum bisherigen Œuvre komprimiert.
Im Kern dient diese Musik als Transzendenzapparat. Ihre Videospielmelodien fungieren als Zeitmaschinen in heilere Welten. Während sich die Frontlinien im Internet der Gegenwart verhärten, gleicht die Pixelwelt der Neunziger einem freundlichen Abenteuerspielplatz. Auf zwölf Liedern offenbart sich der Cosmofunk von Takeshi's Cashew als Raumkapsel. Sobald die Fingerspitzen „Press Play“ aktivieren, startet eine verwunschene Teleportation. Der folgende Prüfungspfad umfasst Sessellifte und Eispaläste. Man begegnet Armadillo im Sandlevel. Irgendwann erspähen die Pupillen das Funkeln des Rheingoldes.
Am Ende dieser Âventiure haben die Hörenden Feuer, Erde, Wasser, Luft bezwungen – und kehren mit heiterer Verwandlung zu sich selbst zurück.
Text: Auszüge aus dem Album Review von Martin Schüler
album pre-order: https://cargorecordsde.ffm.to/takeshis-cashew-planet-odyssey-64
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album artwork: amelie knopper
release show poster: tobias blessing
siluh.records
cargorecordsgermany
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